Tunnel Königsberg, Niederösterreich
Messung des Kriechdruckes infolge Hangschubes
Auf den in offener Bauweise in Hanglage errichteten Tunnel lasten die Erddrücke aus Überschüttung und die Kriechdrücke infolge des Hangschubes. Die Lage des Fußpunktes der kritischen, tiefen Gleitlinie des Hanges beansprucht das Tunnelbauwerk exzentrisch.
Durch die verfügbare Information aus früheren geotechnischen Messungen und Geländebeobachtungen können die in vier Messprofilen angeordneten Erddruckmessdosen strategisch auf den Tunnelumfang verteilt werden. Die geometrische Anordnung erfolgt unter Berücksichtigung der prognostizierten Bruchkörperbewegungen. Aus den Messergebnissen werden spezielle Belastungsmodelle auf den Tunnelquerschnitt ermittelt.
Exzentrische Spannungsverteilung durch Hangschub - Tunnel Königsberg, Niederösterreich
Anforderungen an das geotechnische Messsystem:
- Nahtloser Kraftschluss zwischen Erdreich und Tunnelaußenschale
- robuste Bauweise angepasst an die Bedingungen der Überschüttung
- Langzeitstabil
- Zusammenfassung der Verkabelung an zentralen Ablesestellen
Verwendete Geräte von Geokon
- Messsystem zur Langzeitüberwachung von Erddrücken aus Überschüttung und Hangschub auf die Tunnelaußenschale mit Schwingsaiten-Aufnehmern, bestehend aus 44 Erddruckmessdosen Typ 4800
- Verkabelungssystem durch die Betonschale verlegt und
- im Tunnelinneren an 8 Kabelanschlusskästen Typ 4999 http://www.geokon.com/products/terminal.htm zusammengeführt
- zur digitalen Ablesung mit einem tragbaren Anzeigegerät Typ GK-401
Projekt Eckdaten
| Zeitraum | April 1997 bis Juni 2005 |
| Messsystem | 44 Erddruckmessdosen Typ 4800 8 Kabelanschlusskästen Typ 4999 1 digitales Anzeigegerät Typ GK-401 |
| Ergebnis-Visualisierung: | Vor Ort mit digitaler Anzeige |
| Performance | Erfassung der Erddrücke aus Überschüttung und Hangschub in vier Messquerschnitten mit je elf Messstellen auf den Umfang des Zwillingtunnels verteilt |
| Auftraggeber | Niederösterreichische Landesregierung |
| Planer / Gutachter | o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. H. Brandl, Institut für Grundbau und Bodenmechanik, Technische Universität Wien |
