FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main

Als eines der umfangreichsten städtebaulichen Projektentwicklungen Europas an einer der am stärksten frequentierten Fußgängerzonen Deutschlands mit einer privilegierten Lage an der Zeil im Stadtkern Frankfurts stellt das multifunktionale Quartier mit seinem Hochhauskomplex umfangreiche Einkaufs-, Wohn-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten bereit. Das miteinbezogene Portal des historischen Thurn und Taxis Palais setzt dem Ensemble einen attraktiven, architektonischen Kontrapunkt.

Um die Dimensionierung der Fundamente für das Bauvorhaben zu optimieren wird eine Pfahlprobebelastung mit einer ideenreichen Variante des Osterberg-Verfahren von Loadtest ausgeführt. Mit einer Gesamtprüflast von 78 MN wird die höchste Prüfkraft aller bislang in Deutschland ausgeführten Pfahlprobebelastungen überschritten.

FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main – Foto/Abbildung 1 FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main – Foto/Abbildung 2 FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main – Foto/Abbildung 3 FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main – Foto/Abbildung 4
FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main – Foto/Abbildung 1

FrankfurtHochVier an der Zeil, Frankfurt am Main

Anforderungen an das Verfahren

  • Prüfung in 47 m Tiefe eines 12 m langen Probepfahlsegments in den Frankfurter Kalken
  • Getrennte Aufbringung der Prüflast auf drei Abschnitte des Pfahlsegments
  • Einbau von zwei Pressenhorizonten in einem Großbohrpfahl mit 1,68 m Durchmesser
  • Einzelprüfung eines unverpressten und eines mantelverpressten Abschnitts
  • Gebirgsvergütung unterhalb des Pfahlfußes durch Injektion
  • Ausführung bei engen Platzverhältnissen in einem Innenhof

Unter vorteilhafter Nutzung der charakteristischen Eigenschaft des Osterberg-Verfahrens, wird nur der in der Felsschicht angeordnete Probepfahlabschnitt betoniert und die Restlänge zur Stabilisierung der Pfahlbohrung (33m) mit Kies verfüllt.

Sechs Osterberg-Pressen werden in zwei getrennten Stockwerken angeordnet, um das Verhalten der drei in den Felsschichten der Frankfurter Kalke einbindenden Pfahlabschnitte unabhängig voneinander zu bestimmen. Die Probebelastung wird abschnittsweise ausgeführt, eine Verfahrensweise, die durch die mehrstöckige Anordnung der Osterberg-Pressen ermöglicht wird.

Projekt Eckdaten

Zeitraum September 2003 bis September 2004
Pfahlausrüstung 6 Osterberg-Pressen, 540 mm Durchmesser
6 Wegmesser mit schwingender Saite
4 eingebettete, Stangenextensometer mit schwingender Saite
2 Stangenextensometer mit Pfahlkopfaustritt
12 integrale Bewehrungsmesser mit schwingender Saite
Ergebnis 78 MN Gesamtprüflast
Performance Durch die spezifische Charakteristik des Prüfverfahrens automatisch getrennte Bestimmung der Mantelreibung an drei Abschnitten eines 12 m langen Großbohrpfahl-Segments und des Spitzendruckes eines in 47 Tiefe in den Frankfurter Kalken durch Injektion vergüteten Pfahlfußes sowie der Mantelreibungsverteilung durch Betonstauchungsmessung
Auftraggeber Arbeitsgemeinschaft Bilfinger Berger AG,
Hochtief Construction AG,
Bauer Spezialtiefbau GmbH, Frankfurt am Main
Bauherr MAB Zeil Forum GmbH & Co KG, Frankfurt am Main
Geotechnische Gutachter Ingenieursozietät Professor Dr.-Ing. Katzenbach GmbH, Darmstadt